SFB 1211 „Earth – Evolution at the dry limit“, Projekt C2: Transport und Deposition

  Lomavegetation an der Küstenkordillere in der Atacamawüste J. Walk

Entschlüsselung der Genese von Schwemmfächern entlang der Küste der Atacamawüste zwischen 21°S und 25°S – das Zusammenspiel von klimatischer und tektonischer Steuerung

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Probennahme zur Oberflächenexpositionsdatierung G. Stauch Probennahme zur Datierung der Schwemmfächeroberfläche mittels kosmogener Nuklide.

Im Rahmen des Sonderforschungsbereiches 1211 , kurz SFB 1211, „Earth – Evolution at the dry limit“ bearbeiten wir seit Anfang 2017 zusammen mit der Arbeitsgruppe für Geoarchäologie, Küstenmorphologie und Geochronologie der Universität zu Köln unter Leitung von Professor Helmut Brückner das Teilprojekt „Transport and deposition“, in dem die Entwicklung der Schwemmfächer entlang der Küste der hyperariden Atacamawüste von etwa 21 bis 25 Grad südlicher Breite untersucht werden. Mithilfe von Fernerkundungsauswertung und Detailkartierungen sollen die Schwemmfächeroberflächen sowie die Einzugsgebiete geomorphologisch charakterisiert werden. Darüber hinaus dienen stratigraphische Untersuchungen in Kombination mit verschiedenen physikalischen Datierungsmethoden dazu, den Schwemmfächergenerationen absolute Alter zuzuordnen.

Methoden

Innerhalb dieses Projektes ist das Promotionsvorhaben unseres wissenschaftlichen Mitarbeiters Janek Walk angesiedelt. Sein Fokus liegt einerseits auf der geomorphologischen Analyse mittels Fernerkundung. Zudem arbeitet er an der Expositionsdatierung der verschiedenen Schwemmfächeroberflächen anhand in-situ produzierter kosmogener Nuklide. Melanie Bartz, Kollegin aus der Arbeitsgruppe für Geoarchäologie, Küstenmorphologie und Geochronologie, hat sich auf die Datierung der Schwemmfächersedimente mittels optisch stimulierter Lumineszenz, kurz OSL, sowie Elektronenspin-Resonanz, kurz ESR, spezialisiert.

  Geländearbeiten auf einem Schwemmfächer J.-P. Francois Geländearbeiten auf dem Schwemmfächer Guanillos.

Geländekampagnen

Im Anschluss an einen einleitenden Workshop des SFB 1211 in Hornitos wurden im März 2017, unterstützt von zwei chilenischen Kollegen, längere Geländearbeiten in der nördlichen Hälfte des Untersuchungsgebietes durchgeführt. Neben der geomorphologischen Kartierung mehrerer Schwemmfächer sowie der zugehörigen Einzugsgebiete, konnten zahlreiche Sediment- und Gesteinsproben für die verschiedenen Datierungsverfahren gewonnen werden. Die Proben befinden sich gegenwärtig in der Aufbereitung.

Im März und April 2018 haben wir eine zweite Geländekampagne mit einem Fokus auf das südliche Untersuchungsgebiet zwischen Antofagasta und Taltal durchgeführt. Es konnten mehrere interessante, gut aufgeschlossene Küstenschwemmfächer mit in das Forschungsvorhaben aufgenommen werden.

  Schwemmfächer an der Quebrada de Izcuña J. Walk Küstenschwemmfächer an der Quebrada de Izcuña nahe Caleta Botija.

Die spannenden Eindrücke aus der Geländearbeit haben uns zudem dazu motiviert im Sommer 2018 eine studentische Exkursion in das nördliche Chile anzubieten.

 
Laufzeit 02/2016 - 01/2020
Förderung DFG SFB1211
Projektpartner Dr. Melanie Bartz Geographisches Institut, Universität zu Köln
Prof. Dr. Helmut Brückner Geographisches Institut, Univeristät zu Köln