Genese von Schwemmfächern und Fußflächen im semiariden Westen der USA: Fernerkundliche Diagnose und Regionalisierung

Zusammenfassung

In der Geomorphologie sind verschiedene Modelle zur Interpretation und Genese von Schwemmfächern und Fußflächen entwickelt worden. Dabei kamen bislang gängige geomorphologisch-geologische Methoden zum Einsatz. Die Verfügbarkeit hochauflösender digitaler Daten erlaubt nunmehr eine großflächige Bearbeitung der Schwemmfächer- und Fußflächenzonen. Mit Hilfe von Satellitenbilddaten und digitalen Geländemodellen sollen die verschiedenen Steuerungsfaktoren (tektonische - klimatische - glaziofluviale) der Schwemmfächer- und Fußflächengenese exemplarisch im semiariden Westen der USA ermittelt werden. Diese wirken in verschiedenen Maßstabsebenen und Zeiträumen auf die gewässernetzübergreifende großräumige Landschaftsstruktur. Die Diagnose rezenter und vorzeitlicher Formen und Prozesse erlaubt eine Interpretation der Landschaftsgenese. Unterstützt wird dieser fernerkundlich-methodische Ansatz durch vergleichende Geländeuntersuchungen. Abschließend soll eine Regionalisierung rezenter Klimaschwellenwerte von Schwemmfächern und Fußflächen sowie eine Rekonstruktion des Paläoklimas entwickelt werden.

Ansprechpartner:
Rene Löhrer, M.A.

Projektpartner:
USA: Prof. Ph.D. Lewis Owen,
Department of Geology, University of Cincinnati

Förderung:
DFG

Laufzeit:
10/2005 - 10/2008

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Bruchtektonik im Death Valley (Landsat 5 TM RGB 7-4-2 & 30m SRTM DGM)
Abb. 1: Bruchtektonik im Death Valley (Landsat 5 TM RGB 7-4-2 & 30m SRTM DGM).
Raumlage der Schlüsselprofilstellen und bereits (nach dem derzeitigen Literaturstand) erfolgte Datierungen
Abb. 2: Raumlage der Schlüsselprofilstellen und bereits (nach dem derzeitigen Literaturstand) erfolgte Datierungen.

Publikationen zu diesem Projekt