Geomorphologische Untersuchungen zur jungquartären Klima- und Landschaftsgeschichte Nordosttibets

Zusammenfassung

Verschiedene Strandterrassen, Eisrandlagen und äolische Sedimente konnten sowohl im Einzugsgebiet des Donggi Cona als auch in der Umgebung der Quellseen des Huang He und im Anemaqin Shan diagnostiziert und an ersten Schlüssellokationen beprobt werden (Abb. 1). Äolische Decksedimente bedecken als Löss- und Sandlössdecken die Hänge und sind lokal auch in den Becken zu kartieren. Basisproben von den Lössdecken sowohl auf den Strandwällen als auch auf Endmoränen der letzten Eiszeit am Nordufer des Donggi Cona lassen viel versprechende Lumineszenz-Alter erwarten. In Ergänzung zu diesen Lumineszenz-Proben konnten an einigen Stellen Proben aus Lösssequenzen und Paläoböden genommen werden. In der Umgebung der Seen und in den großen Flusstälern sind zahlreiche Dünenfelder und Sanddecken zu finden. Im Verlauf anschließenden der INQUA-Tagung und Exkursion wurden verschiedene jungquartäre Strandwälle und Eisrandlagen an ausgewählten Profilen im Gelände aufgesucht. Insbesondere die Ausdehnung der Paläoseen und Gletscher sowie ihre zeitliche Stellung im Lichte neuerer Datierungen wurden sowohl auf der Tagung als auch während der Exkursion vorgestellt und diskutiert.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Lehmkuhl

Antragsteller:
Prof. Dr. Frank Lehmkuhl
Lehrstuhl für Physische Geographie und Geoökologie
Geographisches Institut der RWTH Aachen
[email]

Förderung:
DFG

Reisezeitraum:
22.8.-25.9.2006

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Abb. 1: Oberes Einzugsgebiet des Huang He mit den Regionen des Donggi Cona (Kasten: P 01, 14-16, 24,25), Anemaqin Shan (P 02 – 04) und Region des Bayan Har Shan / Quellseen des Huang He (P 26, 27; 06-13).