Sabine Backus, M. A. (FRE)

 

Was macht eigentlich... eine Fachgruppenreferentin bei der FRE?

Sabine Backus Urheberrecht: FRE

Interview mit Sabine Backus, der Referentin der Fachgruppe für Rohstoffe und Entsorgungstechnik. Sie sitzt an der Schnittstelle zwischen Instituten, Dekanat und vielen zentralen Abteilungen in der Verwaltung. Außerdem ist sie zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, die Organisation alle Events zur Bewerbung der Studiengänge, die Finanzen, den Erasmus- Studierendenaustausch und die interne Kommunikation.

FRE: Liebe Sabine, du bist jetzt schon seit fast 20 Jahren an der FRE und sogar seit 26 Jahren an der RWTH. Was hat dich nach Aachen und schließlich an die FRE geführt?

Sabine: Oh Gott, bitte nicht diese Zahlen nennen! Erschreckend! (lacht)
Aber im Ernst, das war damals alles ziemlich zufällig, es gab ja auch noch nicht so viele Informationsmöglichkeiten wie heute. Ich wollte Germanistik studieren und habe mich dann in Aachen und Düsseldorf nach den Studienbedingungen erkundigt. Die Antwort aus Aachen war mir einfach sympathischer. (lacht)
Ich war dann während des Studium lange als studentische Hilfskraft bei den Philosophen, nach dem Studium auch noch als Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Dann bin ich zu den Germanisten gewechselt und habe dort u. a. beim Grammatischen Telefon, einer Sprachberatungsstelle, gearbeitet.
Ein früherer Kollege von mir war damals beim Institut für Bergwerks- und Hüttenmaschinenkunde (dem Vorgängerinstitut vom heutigen AMT) und schlug mich dort als seine Nachfolgerin im Bereich Öffentlichkeitsarbeit vor.
Am IBH habe ich lange Jahre die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit geleitet, irgendwann bin ich dann ans NET gewechselt und von da dann vor knapp 5 Jahren als Referentin an die Fachgruppe.

FRE: Was gefällt dir an deiner Arbeit als Fachgruppenreferentin am meisten?

Sabine: Ich habe mit dem Job eine echte Schnittstellenfunktion inne, bei mir läuft sehr viel zusammen, ich stehe in Kontakt mit den Instituten, zentralen Einrichtungen der RWTH wie dem International Office oder der Zentralen Studienberatung, der Pressestelle, dem Dekanat…habe aber auch durch meine Aufgaben im Bereich Auslandsmobilität und Praktika mit den Studierenden und den Fachstudienberatern zu tun und bin auch in verschiedenen Gremien. Ich kenne durch die vielen Jahre an der Uni sehr viele KollegInnen und habe meine Netzwerke. Und obwohl das Ganze durch die große Bandbreite der Aufgaben oft wirklich stressig ist, arbeite ich doch sehr gerne an der Uni und mag die meisten Menschen in meiner Umgebung. Was will man mehr?

FRE: Beschreibe deinen Arbeitsalltag in 3 Worten.

Sabine: Schleichender Irrsinn (gilt das als ein Wort?), Stress, Zufriedenheit. Ich glaube, ich bin schizophren! (lacht)

FRE: Wie ist es für dich als Geisteswissenschaftlerin mit so vielen Ingenieuren (Kumpeln) zusammen zu arbeiten?

Sabine: Nicht alle Ingenieure hier sind Kumpel, also im Sinne von Bergleute, aber ich weiß, was du meinst. Am Anfang ein ganz schöner Kulturschock für eine Geisteswissenschaftlerin. (lacht)
Als ich hier anfing, gab es sehr wenige Frauen in der Fachgruppe, man musste ein dickes Fell haben und auch selber austeilen können, um sich durchzusetzen. Aber letztendlich kommt mir die direkte Art und der joviale Umgang miteinander durchaus entgegen, ich habs nicht so mit umständlicher Taktiererei. (lacht)

FRE: Siehst du dich mittlerweile auch als „Kumpeline“?

Sabine: Klar, ich kann sogar das Steigerlied auswendig! ;-)

FRE: Warst du auch schon mal in einem Bergwerk?

Sabine: Ja, natürlich, u. a. auch in einem Goldbergwerk in Brasilien, da fuhr man mit einem Bus ein.

FRE: Du hast dir ja die lustigen Superhelden, die man überall sieht, ausgedacht. Wie bist du darauf gekommen?

Sabine: Das war eine Teamarbeit, das habe ich mir nicht alleine ausgedacht. Meine Mitarbeiterinnen und die Grafikerin, mit der ich schon lange zusammenarbeite, waren daran genauso beteiligt. Die Studierendenzahlen waren im Keller und wir wollten etwas Auffälliges, das das Interesse von Schüler*innen anspricht. Man muss die Zielgruppe erst mal erreichen, um dann zeigen zu können, wie toll und wichtig die Themen sind, um die es in unseren Studiengängen geht. Es gibt für jeden Studiengang/Bereich einen Superhelden bzw. eine Superheldin. Der Slogan der Kampagne heißt: „Held*innen gesucht“, deshalb haben die Helden auch keine Gesichter – die Helden sind unsere zukünftigen und aktuellen Studierenden.

FRE: Für welche drei Dinge in Deinem Leben bist Du am dankbarsten?

Sabine: Das würde hier zu kitschig, kein Kommentar. ;-)

FRE: Wenn Du eine Sache auf der Welt verändern dürftest: Was wäre das?

Sabine: Puh, große Frage. Den Egoismus der Menschen abschaffen vielleicht.

FRE: Dein persönlicher Geheimtipp in Aachen?

Sabine: Der Kaffeestand von Kirsten und Andreas auf dem Wochenmarkt. Der beste Kaffee überhaupt!