Lehre

  Drohne und VR bei Kartierung von Flußmäandern Urheberrecht: © G. Stauch

Unsere Erdoberfläche befindet sich im konstanten Wandel, sowohl in der Vergangenheit als auch in Gegenwart und Zukunft. Ein Schwerpunkt der Arbeitsgruppe ist es, den Einfluss des Klimawandels auf Prozesse an der Erdoberfläche auf verschiedenen Zeitskalen zu erfassen. In Forschung und Lehre analysieren wir die Auswirkungen des aktuellen Klimawandels auf Naturlandschaften und Böden. Unter anderem beschäftigen wir uns intensiv mit Hochwasserereignissen in Deutschland und deren Folgen für die lokale Bevölkerung und die Umwelt. Eine zweite wichtige Forschungsregion sind die großen Trockengebiete der Erde, insbesondere die der Mongolei. Hier bestehen seit vielen Jahren intensive Kooperationen in Forschung und Lehre. Aktuell untersuchen wir unter Zuhilfenahme von Drohnen und modernsten Satellitendaten, aber auch durch lokale Feldforschung in der Mongolei die Auswirkungen des Klimawandels. Außerdem arbeiten wir mit Studierenden aus Aachen und der Mongolei an den Auswirkungen des Bergbaus auf die Landschaft.

Neben aktuellen Prozessen beschäftigt sich der Lehrstuhl mit Klimaveränderungen in der Vergangenheit und untersucht, wie sich vergangene Klimaschwankungen in Kombination mit menschlichen Einflüssen auf das Landschaftsbild ausgewirkt haben. Dazu studieren wir Dünen und Seeufer in verschiedenen Trockenräumen sowie Flussablagerungen in Mitteleuropa. Die dabei gesammelten Proben werden anschließend in unserem Labor mit modernsten Verfahren analysiert.

An all diesen Projekten sind unsere Studierenden beteiligt. Die Ergebnisse fließen auch in unsere vielfältigen Lehrveranstaltungen ein. So gibt es sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudium Vorlesungen zum vergangenen und aktuellen Klimawandel (z.B. Bodenerosion, Landschaftsgenese und quartäre Dynamik sowie Global Change). Darüber hinaus werden die Studierenden im Rahmen von Geländepraktika und Exkursionen mit praktischen Forschungsmethoden vertraut gemacht.